Heute gibts was zu feiern:
Wieder mal beim Zahnarzt erfahre ich, dass die Försäkringskassa es tatsächlich geschafft hat, meine Kosten richtig zu berechnen. Die Geschichte dazu hab ich ja schon mal erzählt in "Vernetzt und verheddert" . Nun also, knapp ein Jahr Mitgliedschaft ist vergangen, funktioniert die Berechnung meiner Zahnarztkosten. Die Lösung dazu war tatsächlich, dass die alten Rechnungen neu eintippselt werden mussten.
Wieder mal beim Zahnarzt erfahre ich, dass die Försäkringskassa es tatsächlich geschafft hat, meine Kosten richtig zu berechnen. Die Geschichte dazu hab ich ja schon mal erzählt in "Vernetzt und verheddert" . Nun also, knapp ein Jahr Mitgliedschaft ist vergangen, funktioniert die Berechnung meiner Zahnarztkosten. Die Lösung dazu war tatsächlich, dass die alten Rechnungen neu eintippselt werden mussten.
So isses mit der schönen neuen Onlinewelt.
Lustig issa ja schon, so ein Zahnarztbesuch.
Net, dass jetz so a Zahnbehandlung lustig is. Wobei - die Zeiten, bei denen man sich vor Schmerzen fürchten muss sind ja auch nur noch Legenden. Jetz fürchtet man sich halt vor den Rechnungen danach.
Aber lustig für mich ist, in wie vielen Bereichen sich dieses schwedische Sicherheitsgedöns bemerkbar macht. Die Zahnärztin hat immer eine Vollverglasung vorm Gesicht, ein Plasikvisier. Der Patient bekommt auch eine Brille auf.Gott sei Dank! Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich nach jeder neuen Füllung Verletzungen am Auge hatte.
Und immer wenn die Zahnärztin dieses UV Lichtteil zum Füllung aushärten her nimmt, hält die Assistentin ein lila Glas über meinen Mund. Auch net schlecht.
Bin auch jedesmal wieder beeindruckt von dieser Fülle an Hilfsmitteln und Geräten und dem schier endlosen Einsatz derer. Ich glaub, die haben da einen persönlichen Ehrgeiz, so viel Hilfsmittel wie nur irgend möglich einzusetzen. Vermutlich hängt da im Kaffeeraum ein Zettel mit einer Hitliste der besten Ideen zum Einsatz von dem ganzen Gerümpel. So gesehen is die Brille dann vielleicht doch noch nötig.
Und Röntgen natürlich, einmal röntgen pro Behandlung muss schon mindestens drin sein. Dauert dann auch alles seine Zeit, is ja nicht so einfach, die Sachen da in den Mund rein und raus und umtauschen und andere rein und raus und röntgen und Scheibe hin und Scheibe weg und trallala.
Ich kann mich noch gut an meinen ersten Zahnarztbesuch hier erinnern. Angefüllt mit deutschem Zeitverständnis und diesem Begriff der Zeitverschwendung fühlte ich mich in der Ewigkeit gefangen. Es schien, als wäre bei jedem einzelnen die Handbremse angezogen, irgendwo da tief drin in deren Eingeweide. In mir wuchs von Minute zu Minute das Bedürfnis die alle anzuschieben, anzubrüllen und in den Arsch zu treten.
Mittlerweile ist es einfacher für mich. Ich platze nicht mehr, nicht immer, nicht bei allem. Manchmal ist es sogar richtig angenehm. Ich habe Zeit. Oder ich weiß es ist sinnlos…
Also gut, heute Zahnarzt, Freude wegen der Försäkringskassa, dann noch warme Arbeitsklamotten kaufen. Und Druckknöpfe. Ich entscheide mich für die schwarzen kleinen. Andere gibt es auch nicht. Aber sie haben welche. Ein weiterer Grund zur Freude. Produktvielfalt in Nordschweden bedeutet, man freut sich wenn es etwas gibt. Man freut sich noch mehr, wenn man es auch noch im ersten ( und manchmal einzigen) Laden dafür bekommt.
Zuhaus ratsche (jetz hatte ich doch tatsächlich “plaudern” geschrieben, aber das tut ja weh!) ich noch ein bisserl mit der Nachbarin darüber, wie ich mich selbständig melden kann, dann ist es auch schon halb vier und gleich dunkel.
Abends findet Herr Dinkelacker ein Schmankerl der Werbetexter:
Lustig issa ja schon, so ein Zahnarztbesuch.
Net, dass jetz so a Zahnbehandlung lustig is. Wobei - die Zeiten, bei denen man sich vor Schmerzen fürchten muss sind ja auch nur noch Legenden. Jetz fürchtet man sich halt vor den Rechnungen danach.
Aber lustig für mich ist, in wie vielen Bereichen sich dieses schwedische Sicherheitsgedöns bemerkbar macht. Die Zahnärztin hat immer eine Vollverglasung vorm Gesicht, ein Plasikvisier. Der Patient bekommt auch eine Brille auf.Gott sei Dank! Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich nach jeder neuen Füllung Verletzungen am Auge hatte.
Und immer wenn die Zahnärztin dieses UV Lichtteil zum Füllung aushärten her nimmt, hält die Assistentin ein lila Glas über meinen Mund. Auch net schlecht.
Bin auch jedesmal wieder beeindruckt von dieser Fülle an Hilfsmitteln und Geräten und dem schier endlosen Einsatz derer. Ich glaub, die haben da einen persönlichen Ehrgeiz, so viel Hilfsmittel wie nur irgend möglich einzusetzen. Vermutlich hängt da im Kaffeeraum ein Zettel mit einer Hitliste der besten Ideen zum Einsatz von dem ganzen Gerümpel. So gesehen is die Brille dann vielleicht doch noch nötig.
Und Röntgen natürlich, einmal röntgen pro Behandlung muss schon mindestens drin sein. Dauert dann auch alles seine Zeit, is ja nicht so einfach, die Sachen da in den Mund rein und raus und umtauschen und andere rein und raus und röntgen und Scheibe hin und Scheibe weg und trallala.
Ich kann mich noch gut an meinen ersten Zahnarztbesuch hier erinnern. Angefüllt mit deutschem Zeitverständnis und diesem Begriff der Zeitverschwendung fühlte ich mich in der Ewigkeit gefangen. Es schien, als wäre bei jedem einzelnen die Handbremse angezogen, irgendwo da tief drin in deren Eingeweide. In mir wuchs von Minute zu Minute das Bedürfnis die alle anzuschieben, anzubrüllen und in den Arsch zu treten.
Mittlerweile ist es einfacher für mich. Ich platze nicht mehr, nicht immer, nicht bei allem. Manchmal ist es sogar richtig angenehm. Ich habe Zeit. Oder ich weiß es ist sinnlos…
Also gut, heute Zahnarzt, Freude wegen der Försäkringskassa, dann noch warme Arbeitsklamotten kaufen. Und Druckknöpfe. Ich entscheide mich für die schwarzen kleinen. Andere gibt es auch nicht. Aber sie haben welche. Ein weiterer Grund zur Freude. Produktvielfalt in Nordschweden bedeutet, man freut sich wenn es etwas gibt. Man freut sich noch mehr, wenn man es auch noch im ersten ( und manchmal einzigen) Laden dafür bekommt.
Zuhaus ratsche (jetz hatte ich doch tatsächlich “plaudern” geschrieben, aber das tut ja weh!) ich noch ein bisserl mit der Nachbarin darüber, wie ich mich selbständig melden kann, dann ist es auch schon halb vier und gleich dunkel.
Abends findet Herr Dinkelacker ein Schmankerl der Werbetexter:
"Dekorativer Spitzensaum hat in Kombination mit Blusen oder als Solist die besten Voraussetzungen für ein angesagtes Lieblingsstück"
Damit ist eigentlich alles gesagt.
Mit diesen Worten und einem ebenso zusammenhangslosen Bild eines ebenso sinnlosen Produktes der Lebensmittelindustrie:
Habe die Ehre und gute Nacht Euch allen!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen