Manch ein Leben ist nicht lang. Ankunft am Hof und in der Realität.
Später weiter zum nächsten Hof. Ich bin verwirrt, ein weiterer öffentlich Rauchender. Alles dauert und es ist mühsam, die Geräte in den Stall zu schaffen. Der Stall ist Scheiße. In mehrfacher Hinsicht. Vor allem wörtlich genommen, man patscht überall in Kuhfladenplörre herum.
Dann der Auftritt der Woche. Die Frau des Bauern, Kippe in der einen Hand, schönes Gesicht, Piercings, Tattoos, gestylte Fingernägel, laut und temperamentvoll, rauscht durch den Stall und in die Kühe. Leider ist ihre Stimme nicht gerade schön, umso mehr erhebt sie sie. Was für eine außergewöhnlich andere Familie denk ich noch und nehme im gleichen Augenblick wahr, dass sie dänisch miteinander reden.
Leider gehts dann schief, die Kühe sind nach einer Weile ziemlich durch und wollen nicht mehr. Der Chef ist langsam auch durch und will auch nicht mehr. Die Kühe verstehen nicht, was man von ihnen will. Ich werd sauer über den Umgang mit den Kühen. Der Stall ist eben Scheiße.
Spät nachts verladen wir, noch eine Notfallkuh wo anders, dort noch eine Mitternachtsfika, dann fahren wir 5 Stunden durch die Nacht. Halb sechs Uhr morgens bin ich daheim. Kurzes Leben für den einen, langer Tag für andere.

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