Ei, wer klopft denn
da?
Und alsbald wir wieder aufmarschiert,
wird im Gleichschritt gestapft und getreten.
Eine starke Hand wir proklamiert,
und um Führung gebrüllt nie gebeten.
Neue Werte als alt
retuschiert
umkleiden die Dinge, die niemals so waren.
Es hat sich Angst als Sehnsucht getarnt,
sich zu schlichteren Formeln gewandelt.
Das fremde Andre es sei gewarnt,
ab heute wird wieder gehandelt.
Wirre Ideen so wachsam umgarnt
umspannen die Dinge, die niemals so waren.
Nie war es gut, nie war es so schlecht,
und immerdar doch nur
beschissen.
Kein Leben gut, kein
Schicksal recht,
den Rest will man lieber nicht wissen.
Die Wut schon immer als dienlicher Knecht
befeuert die Dinge, die niemals so waren.
Das Übel verwurzelt in tieferem Schlamm,
nur fehlt uns der Mut es zu stechen.
Das Röslein und das Opferlamm,
wie schön ist es doch sie zu brechen.
In aller Masse wiegt Schuld nur ein Gramm
gewogen von Dingen, die niemals so waren.
Das Denken versiegt in niemandes Land,
Die Wurzeln gedeihen im Dunkeln.
Ganz leise hinten am äußersten Rand
ist noch Weinen, Raunen
und Munkeln.
Freiheit und Gleichheit sind Hand in Hand
beim Verlassen der Dinge, die niemals so waren.
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