10. Februar 2016

In eigener Sache- wie immer






Es ist sinnlos.

Es ist sinnlos, es weiterhin mit einem Blog zu versuchen, der sich einzig um Erlebnisse und Eindrücke in und um meine neue Heimat dreht. Folglich...

Nordtage wird nun erweitert zu einem Tagebuch, zu meinem Gedankentrichter, mal mit mal ohne Filter.Weil...

Mein Er-Leben ist nicht nur das neue Land. War es noch nie, kann es nie sein. Dummerweise nämlich habe ich ein großes, dickes Bündel Altes mitgenommen: mich. Das Bündel ist schon längst wieder komplett ausgepackt. Ein paar Sachen haben ich nicht gleich wiederentdeckt, waren vergraben von verwirrtem Zurechtfinden in einer anderen Umgebung. Nun aber ist alles wieder an seinem Platz, ausgegraben und eingeräumt. Die Schubladen sind aufgefüllt mit Ängsten,Träumen und Erinnerungen, mit Selbstmitleid, Egozentrik und festgefahrenen Ansichten. Weiter unten gibt es die Reihen mit Ratio, Weltanschauung und Wissen. An den Wänden wurden die Freundschaften aufgehängt. Die Dämonen sind wieder fein säuberlich in den Ecken aufgestellt, wo sie hingehören. Sie verlangen ab und an nach meiner Aufmerksamkeit. Sie treten auf mich ein, mir in den Arsch oder verführen mich dazu, dass selbiger größer wird. Manchmal gibt es ein Tässchen Tee zusammen,weiß ich doch, dass ich ohne sie nichts bin. Meine Wut und mein Unglaube über die Welt, die meine eigenen Spezies sich schuf und meine Freude an der Welt, die meine Spezies nicht schuf, sind stehts an meiner Seite. Etwas anderes habe ich auch nie erwartet. Nur gefällt mir jetzt die Gegend, durch die wir gemeinsam wandern besser.

Hier wie dort und überall werde ich doch nur ein Fremder sein. So vieles was meine Mitmenschen selbstverständlich tun, sagen, denken, fühlen und erstreben ist mir rätselhaft und fern. Schon immer, immer noch, immer wieder. Ich weiß...

Es gibt nichts zu tun, was andere nicht schon getan haben. Es gibt nichts zu sagen, was andere nicht schon gesagt haben. Es gibt nichts zu denken, was andere nicht schon gedacht haben.

Hier gibt es nun meinen Tunnelblick, meine rosa Brille und meine schwarzen Schatten.Trotzdem.
Ich taumle weiter himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt herum. Jetzt taumle ich eben durch endlose Sommertage und lange Winternächte.

Wer mitkommen will - willkommen!









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