Heut hab ich meine EU Krankenkarte bekommen. Na geht doch, nicht mal ein Jahr vergangen seit ich versuche, die zu bekommen.
Der Herrr Dinkelacker kommt von der Arbeit heim. Ich versuche gerade einen Lammfellmantel so umzunähen, das meine Arme es durch die Siebzigergerjahreschnittärmel schaffen und darin auch nicht langsam absterben und auch mein Busen nicht völlig zerquetscht wird. Da hält der Sambo sich die ausgetrunkene rote Espressotasse auf die Nase und meint verzweifelt, er bräuchte jetzt eine Clownsnase. Ich weiß nicht recht wie ich reagieren soll, ich bin betreten, starre auf den Tisch.Ich kann mir das Lachen nimmer verkneifen. Mir ist scho klar wovon er spricht, so was kann nur mit einer Sache in Zusammenhang stehen. Schon seit Wochen wächst in Herrn Dinkelacker die Angst, die Angst vor den Unitdays. Ein richtiger Grant packt ihn da, wenn er dran denkt. Das heißt was, ich kenne kaum eine duldsameren Menschen als ihn. Aber die Erlebnisse der letzten Gemeinschaftstage haben ihn für immer verändert. Da rückt dann das ganze Department seiner Arbeit mit 74 Leuten aus um zusammen 2 Tage der Gemeinschaft und der Diskussion zu verbringen. Sowas ist an sich schon so a Sach. Doch hier habens das Ganze bis zur Perfektion in die Sinnlosigkeit getrieben. Denn niemals nicht wird irgendetwas beschlossen. Es wird also nicht nur in Gruppen endlos ganz umsichtig diskutiert - also eher um den heißen Brei geredet- man belässt dass ganze auch genau dabei. Man stellt fest wie gut es doch ist, mal darüber gesprochen zu haben und verschiebt sämtliche Entscheidungen dazu auf später. Zwischendurch natürlich die üblichen Sozialspielchen. Und nun eben als Höhepunkt noch ein Abend in Verkleidung. Ein herber Rückschlag in meinen Bemühungen das ganze hier nicht wieder als riesigen Spielplatz von erwachsenden Kindern zu betrachten. Ich schlage ihm alternativ so blinkende Plastikhörnchen vor. Er meint vielleicht geht er einfach als Transe.
26. August 2014
24. August 2014
Was haben wir gelacht heute
Heute ist Samstag und Arbeiten, stört mich an sich nicht weiter. Nur war ich da unter der Woche schon. Es hatte geschüttet am jenem Morgen, da hab ich per SMS nachgefragt, ob die Arbeit ins Wasser fällt. Nein hieß es, Wetter wird hoffentlich besser. Ich bin hingefahren. Dann Fika, also Kaffeetrinken, Ratscherei, Zeit vergeht, dann eine Runde um den Hof und Arbeit wegen zu starkem Regen auf heute verschoben. Wieder heimgefahren. Ich bin mir nicht so sicher, ob mich diese Gelassenheit nicht doch einmal in den Wahnsinn treibt. Ich bin mir auch nicht sicher ob ich gewillt bin, das als Gelassenheit zu bezeichnen, Verplantheit wär mir lieber. In bösartigen Momenten erkenne ich dahinter Entscheidungsunfähigkeit und die völlige Abwesenheit von Effizienzdenken. (Jetzt, da ich es schreibe muss ich zugeben, dass Effizienzdenken ein grausiges Wort ist.)
Heute also 2. Versuch. Alles gut. Kein Regen, die Rinder haben sich für Fleischkühe, die keinen täglichen menschlichen Kontakt haben ganz ordentlich benommen, also nicht alle haben getreten und versucht über die Absperrung zu springen.
Der klassische Legasthenikerwitz:
Rechtschreibgeschwächter: “Du schau mal bitte, ich weiß nicht wie man das schreibt”
Normallauterkennender, gerne genervt: ” Schlags doch einfach nach”
Hier, liebe Nichtlegastheniker, eine kleine Anekdote zur Veranschaulichung, wie sinnlos solche Kommentare sind:
Des Nächtens lese ich. Ein bisschen Neil Gaiman, der ist nie verkehrt. In seiner Sprache, also Englisch. Dabei fällt mir plötzlich auf, selbstverständlich ohne jeden Zusammenhang zum Buch, dass ich vergessen hab, was Taille auf Englisch heißt. Kein Problem, Laptop ist an, Onlinewörterbuch auf. Ich tippe:Tallie, Talie, Taillie, Talje, ah das ist interessant, es gibt den nautischen Begriff namens Talje, aha, bei einem Flaschenzug, wusste ich garnicht, Tallje,Tallije…keine Idee mehr. Aufgegeben. Heute erfahre ich die englische Entsprechung nicht mehr. Vielleicht Zeit ins Bett zu gehn.
Soviel dazu, wie gesagt, es ist sinnlos.
Heute also 2. Versuch. Alles gut. Kein Regen, die Rinder haben sich für Fleischkühe, die keinen täglichen menschlichen Kontakt haben ganz ordentlich benommen, also nicht alle haben getreten und versucht über die Absperrung zu springen.
Der klassische Legasthenikerwitz:
Rechtschreibgeschwächter: “Du schau mal bitte, ich weiß nicht wie man das schreibt”
Normallauterkennender, gerne genervt: ” Schlags doch einfach nach”
Hier, liebe Nichtlegastheniker, eine kleine Anekdote zur Veranschaulichung, wie sinnlos solche Kommentare sind:
Des Nächtens lese ich. Ein bisschen Neil Gaiman, der ist nie verkehrt. In seiner Sprache, also Englisch. Dabei fällt mir plötzlich auf, selbstverständlich ohne jeden Zusammenhang zum Buch, dass ich vergessen hab, was Taille auf Englisch heißt. Kein Problem, Laptop ist an, Onlinewörterbuch auf. Ich tippe:Tallie, Talie, Taillie, Talje, ah das ist interessant, es gibt den nautischen Begriff namens Talje, aha, bei einem Flaschenzug, wusste ich garnicht, Tallje,Tallije…keine Idee mehr. Aufgegeben. Heute erfahre ich die englische Entsprechung nicht mehr. Vielleicht Zeit ins Bett zu gehn.
Soviel dazu, wie gesagt, es ist sinnlos.
Abonnieren
Kommentare (Atom)